Zielsetzung Energieeffizienz
Ein Beitrag zum 7. EVU-Praxisforum
Die Stadtwerke Flensburg GmbH und die IT-Power GmbH, verfolgen mit ihrer Veranstaltung weiterhin konsequent das Ziel, die Professionalität im liberalisierten Energiemarkt voranzutreiben. Dazu trug ohne Zweifel das bisher nun schon in der 7. Folge jährlich in Hamburg stattfindende EVU-Praxisforum wiederum intensiv bei.
An sich sollte der Energiemarkt schon sehr fortschrittlich die IKT (Informations- und Kommunikationstechnik) einsetzen. Aber genau besehen, gibt es noch Verbesserungspotenzial, um die bestehenden und noch mehr, um die kommenden Herausforderungen zu meistern. Denn längst schon steht der Schritt zu mehr Energieeffizienz durch umfassenden IKT-Einsatz an.
Der ehemalige EDNA-Geschäftsführers, Dr. Franz Hein, ging in seinen Vortrag
2009-06-16_Energieeffizienz_Doku_Hein-neu.pdf
unter dem Motte "Energie zum Leben. Ja, natürlich - aber bitte so effizient wie möglich!"
bei seinem Vortrag "Zielsetzung Energieeffizienz" auf folgendes näher ein:
- Kommunikative Zähler sind der Einstieg
- Kunden werden echte Marktpartner
- Marktkommunikationsausdehnung auf „Agenten"
- Konsequenzen von E-Energy auf die IKT
Im Nachgang zum Vortrag wurden in der hier beigefügten Dokumentation noch Punkte vertieft, weil die Notwendigkeiten dazu zwar bereits im Vortrag erkannt wurden, aber der Zeitrahmen eine sofortige Behandlung nicht zuließ. Sie finden auf Seite 46 der Vortragsdokumentation zu folgenden Themengebieten die Seitenzahlen zur raschen Anwahl:
- Kunden- und Marktbetrachtungen
- Zähler - wo real und wo virtuell „eingebaut"
- Bedeutung der Zeit in der Energielogistik
- Zukunftstrends in der Energielogistik
- Marktweite Versionswechselprozesse
- IKT-Standardisierung
Die Meinung des Vortragenden ist, dass die Zukunftstrends, darunter der Paradigmenwechsel bei der Netzregelung, nur "bedient" werden können, wenn die Energielogistik sich in Richtung Prozessleittechnik, also hin zu Zeitechtheit, extrem hoher Verlässlichkeit und Sicherheit weiterentwickelt. Das kann ohne eine umfassende Standardisierung nie erreicht werden. Diese müsste hinsichtlich Methodiken und Konsequenzen von der Automobilindustrie "abgekupfert" werden. Ferner muss endlich bei den immer wieder erforderlichen Verbesserungen, Erweiterungen, auch Fehlerbehebungen, so vorgegangen werden, wie es im Vortragsteil "Marktweite Versionswechselprozesse" aufgezeigt wird. Heute ist es leider so, dass die ohnehin geringen Margen durch viel zu hohen Anzahlen von Fehlern in den gegenwärtig auch oft noch manuell vorgenommenen Prozessschritten regelrecht "aufgefressen" werden. Denn z.B. Testen gegen eine marktweite "Messlatte" kommt bisher im Energiemarkt einfach nicht vor.
Etliche nützliche Hinweise aus einem Vortrag von Dr. Franz Hein im Vorjahr sind über diesen Link nachzulesen:
http://www.edna-initiative.de/de/575/
Über Rückkopplungen zu beiden Vorträgen würde ich mich freuen.
Franz Hein (Mailadresse siehe in der Vortragsdokumentation)
Erstellt am: 21.06.2009, 21:46. Letzte Änderung: 21.06.2009, 21:48